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Klinische Forschung (dieser Bereich wird teilweise überarbeitet)

Bildgebung
Cochlear Implant
HBO-Therapie (folgt)
Implantierbare Hörgeräte
Laseranwendungen
„Musiker-Medizin“
Navigation
Neugeborenen-Hörscreening
Schwindeldiagnostik

Bildgebung

Funktionelles MRT
Dr. Peter Kamenetzki, Stefan Stolle

Im Rahmen der Diagnostik und Therapie von Hörstörungen ist es zunehmend von Bedeutung, neben der normalen Hörprüfung auch Aussagen über die zentrale Hörbahn treffen zu können. Speziell bei der Entscheidung, ob ein Patient für eine Cochlea-Implantation in Frage kommt, ist das Wissen über einen intakten Hörnerven bzw. eine funktionstüchtige Hörrinde bedeutsam. Die zu diesem Zweck auch genutzten akusitisch evozierten Potentiale (AEP) unterliegen in den Hirnrindenbereichen großen Schwankungen und Anfälligkeiten gegenüber Störfaktoren. Durch Kombination eines Promontoriumstestes (PT, elektrische Stimulation über eine durch das Trommelfell gelegte Nadel) mit der funktionellen Magnetresonanztomographie (MRT) ist es möglich, nach elektrischen Reizen die Aktivierung der Hörbahn nachzuweisen. In Zusammenarbeit der Abteilungen für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Neuroradiologie der Medizinischen Hochschule Hannover wurde eine Möglichkeit entwickelt, die Reize des PT über ein Glasfaserkabel in den Kernspintomographen zu leiten und dort in ein elektrisches Signal umzuwandeln, ohne dabei große Störeffekte hervorzurufen. Bei jedem Patienten werden nun mehrmals im Wechsel während Phasen mit und ohne Stimulation MRT-Untersuchungen durchgeführt. Gemessen wird die Signalveränderung durch hohe Konzentration von Deoxyhaemoglobin bei funktioneller Aktivierung. Die in der folgenden Abbildung links dargestellten Punkte zeigen die Aktivierung der Hörrinde nach elektrische Stimulation. In der rechten Abbildung wird die Übereinstimmung des Signals mit der Hirnrindenaktivierung gezeigt.

Mittels der funktionellen Magnetresonanztomographie soll zukünftig eine Vorhersagbarkeit der Ergebnisse unserer Cochlea implant-Patienten möglich sein. Auch die Untersuchung von Kindern wird anbestrebt.

Optische Kohärenztomographie als optische Biopsie in der HNO-Heilkunde (Forschungsbericht 2002) Projektverantwortlicher: PD Dr. R. Heermann

Traditionelle nicht-invasive bildgebende Verfahren wie die Computertomographie, die Kernspintomographie oder die Ultraschall-B-Scan-Sonographie können Gewebestrukturen in vivo mit einer Auflösung im Bereich von 100µm - 1000µm darstellen. Höhere Auflösungen auf zellulärer Basis sind hingegen nur nach Entnahme von Gewebeproben mit Hilfe der klassischen optischen Mikroskopie oder der Elektronenmikroskopie sicherzustellen. Aus diesem Grund wird eine Bildgebung gesucht, die eine Abbildung von Gewebestrukturen in situ mit einer Auflösung im Mikrometerbereich ermöglicht. Dies kann mit Hilfe der Optischen Kohärenztomographie (OCT) realisiert werden (Huang et al., 1991; Swanson et al., 1992). Die OCT arbeitet berührungsfrei und erfordert somit, im Gegensatz zum Ultraschall, keinerlei Kontaktmittel zwischen Applikator und Probe.

Intraoperativer Einsatz des OCT Schematische Darstellung der OCT-Messeinheit

Aufgrund der hohen Auflösung besteht durch die OCT die Möglichkeit, Gewebegrenzen in oberflächlichen Strukturen aufzuzeigen und somit für die Diagnostik von Tumorerkrankungen (Beurteilung der Invasivität) zusätzliche Informationen zu gewinnen. Für die Dermatologie konnten bereits Differenzierungen gezeigt werden (Steiner et al., 2003).

In der HNO-Heilkunde dominieren Plattenepithelkarzinome (PEC, 95%) und ihre semi-malignen Vorformen, gefolgt von nichtepithelialen Tumoren (Lymphome, Sarkome) und Metastasen anderer Malignome. PEC treten besonders in den Bereichen Lippen, Mundhöhle und Oropharynx, Kehlkopf und Speiseröhre auf. Folgende histologische Malignitätskriterien dominieren und sind daher wegweisend für die Wahl des diagnostischen Ansatzes:
- Verhornungsstörungen
- Kerngrößenvariabilität
- Basalmembrandurchbruch.

Ein Nachweis dieser Gewebeveränderungen mittels OCT wäre wünschenswert. In einer Machbarkeitsstudie soll untersucht werden, inwieweit die OCT als intraoperative Bildgebung eine Bestimmung von Tumorgrenzen im Bereich der nicht-verhornten Schleimhaut ermöglicht.

Projektverantwortlicher: PD Dr. med. R. Heermann; in Zusammenarbeit mit Fa. Carl Zeiss

Literatur:
1. Huang D, Swanson EA, Lin CP, Schuman JS, Stinson WG, Chang W, Hee MR, Flotte T, Gregory K, Puliafito CA, Fujimoto JG. Optical coherence tomography. Science 1991; 254:1178-1181.
2. Swanson EA, Huang D, Hee MR, Fujimoto JG, Lin CP, Puliafito CA. High-speed optical coherence domain reflectometry. Opt Lett 1992; 17:151-153.
3. Steiner R, Kunzi-Rapp K, Scharffetter-Kochanek K. Optical coherence tomography: Clinical applications in dermatology. Med. Laser Appl. 2003; 18:249-259.

Kontaktendoskopie (Forschungsbericht 2002)
Mit diesem Verfahren können Schleimhautzellen in vivo beurteilt und mögliche Differentialdiagnosen ausgeschlossen oder bestätigt werden. Dazu erfolgt die Zellanfärbung mit Methylenblau. Zur Untersuchung wird ein Kontaktendoskop (Karl Storz GmbH, Tutlingen) im Kontaktverfahren der gefärbten Schleimhaut aufgesetzt. Bei 60- und 150-facher Vergrößerung erfolgt eine Zellbeurteilung. Im Forschungsprojekt wurde die klinische Aussagekraft beurteilt.
Projektverantwortliche: T. Averbeck, T. Stöver

Klinische Relevanz Photodynamische Diagnostik in der HNO (Forschungsbericht 2002)
Das langfristige Ziel der Fluoreszenzendoskopiestudie ist es, maligne, unter Weißlicht nicht auffällige Veränderungen der Mukosa während der Untersuchung mit blau-violettem Licht durch photodynamische Effekte nach Schleimhautexposition von 5-Aminolävulinsäure zu visualisieren und diese dann gezielt zu biopsieren, um eine genaure Ausdehnungsbestimmung zu erhalten.
Projektverantwortlicher: T. Averbeck

Förderung neuer klinischerAnwendungen des Ultraschalls in der HNO-Heilkunde zur prä- und intraoperativen Diagnostik sowie zur Integration in Laser- und Navigationssysteme.(Forschungsbericht 2002)
Projektverantwortlicher: Dr. M. Stieve, Dr. N. Ahmadi;
Förderung: Fa. Hitachi Ultrasound GmbH


Cochlear Implant

Schadensanalysen und Ermittelung von Beanspruchungsgrenzwerten von Cochlea Implantaten.
(Forschungsbericht 2002)

In diesem Projekt werden insbesondere die Gehäusebrüche bei Cochlea Implantaten untersucht. Aufgrund der Ergebnisse sollen Beanspruchungsgrenzen festgelegt und Testmethoden entwickelt werden, um diese zu überprüfen. Es ist geplant, diese Tests in die neue Norm “EN 45502 Active Implantable Medical Devices” aufzunehmen.
Projektverantwortliche: Prof. Dr. C. Hartung, Biomedizinische Technik u. Krankenhaustechnik u. Prof. Dr. Rolf-D. Battmer, HNO-Heilkunde
Förderung: Bundesinstitut für Arzneimittel u. Medizinprodukte

Bilaterale Cochlea Implantation bei Kindern(Forschungsbericht 2002)

Im Rahmen einer Studie sollen 20 Kinder im Alter bis 2 Jahren und 2 bis 6 Jahre bilateral mit einem Cochlea-Implantat versorgt werden. Ziel ist die Evaluation der Hörbahnreifung bei beidseitiger elektrische Stimulation, die Entwicklung des Sprachverstehens besonders im Störschall und das Richtungshören. Die kognitive Entwicklung nicht nur der auditorischen Wahrnehmung ist ebenfalls Gegenstand der Studie.
Arbeitsgruppe: Prof. Dr. T. Lenarz (verantw.), PD Dr. A. Lesinski-Schiedat, Dr. A. Illg, Dr. B. Bertram, G. Paasche

Sprachverstehen nach akustisch-elektrischer hörprothetischer
Versorgung bei Patienten mit Restgehör
(Forschungsbericht 2002)

Bei einer Hörminderung mit sog. Steilabfall sind v.a. die mittleren und hohen Frequenzen des Hörvermögens betroffen und somit der Hauptsprachbereich. Da aber mit einem minimalen mittelfrequenten und einem guten mittelfrequenten Restgehör eine guten akustische Verstärkung nicht mögliche ist, zielt die Studie auf eine kombinierte Versorgung von Hörgerät und Cochlea-Implantat. Arbeitsgruppe: PD Dr. A. Lesinski-Schiedat, Prof. Dr. T. Lenarz, Dr. Büchner, Dr. Winter

Postimplantationsmeningitis bei Patienten mit einem Cochlea-Implantat
(Forschungsbericht 2002)


Die Studie zielt auf die Beantwortung der Frage in wieweit CI Patienten grundsätzlich und / oder verbunden mit bestimmten Implantatveränderung einer höheren Gefahr gegenüber einer über eine Mittelohrinfektion fortgeleiteten Meningitis ausgesetzt sind. Anhand einer retrospektiven Analyse incl. aktiven Befragung aller behandelnder Ärzte und der Eltern selber soll dieses anhand eines Kollektivs von 1200 Kindern, implantiert vor dem 12.Lebensjahr geklärt werden. Arbeitsgruppe: PD Dr. A. Lesinski-Schiedat, Prof. Dr. T. Lenarz


Implantierbare Hörgeräte

Laser Studie Otologics
Zur Ermittlung der Gewebereaktion von Knochenkompakta auf Laserstrahlung wurden bei 18 adulten Kaninchen mit fünf Medizinlasersystemen Defekte im Femur erzeugt. Nach unterschiedlichen Zeiträumen wurden die morphologische Veränderungen des umliegenden Gewebes semiquantitativ bewertet. Optimale Leistungs- und Intervallparameter für diese Studie wurden zuvor in InVitro Experimenten nach Kriterien wie Randschädigung, Lochbreite und Abtragsrate ermittelt.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Thomas Lenarz
Drittmittelgeber: Otologics LLC

Klinische Erprobung des Otologics MET
Im Rahmen der hier durchgeführten klinischen Studie werden die Sicherheit und die Effektivität des implantierbaren Hörsystemsystems Otologics MET überprüft und im Vergleich zu einer eigens durchgeführten state-of-the-art Hörgeräteanpassung analysiert. Darauf basierend werden ebenfalls die Indikationsstellungen genauer definiert. Zusätzlich werden einige Messungen zur Objektivierung der Ergebnisse entwickelt.
Projektverantwortlicher: Prof. Dr. Thomas Lenarz
Drittmittelgeber: Otologics LLC


Forschungsprojekt implantierbare Hörsysteme
Die Ankopplung des Aktors (Floating Mass Transducer, FMT) an die Gehörknöchelchenkette beim Symphonix Soundbridge System erfolgt durch direkte Befestigung am langen Ambossschenkel und ist entscheidend für eine erfolgreiche Versorgung. Untersucht wird die Möglichkeit intraoperativ durch akustische Messung im Gehörgang die Ankopplung meßtechnisch zu erfassen und durch den Operateur zu optimieren. Durch die postoperative Kontrolle ist eine Anpassung der Signalverarbetung an den individuellen Hörverlust möglich.
Die offene Versorgung durch das Titan-Hülsen-System RetroX der Firma Auric wird im Rahmen einer Anwendungsbeobachtung mit einem konventionellen Hörgerät (TitanX) und geschlossener Anpassung verglichen. Dabei werden neben den audiometrischen Ergebnissen auch die physikalischen Eigenschalften (Schallaufnahme und –abgabe) des Systems betrachtet.
Projektverantwortlicher: M. Winter


Laseranwendungen

Der Einsatz des KTP-Lasers im Kopf-Hals-Bereich (Forschungsbericht 2002)
Die Wellenlänge des KTP-Lasers ist prädestiniert für die Applikation mit Hilfe von Lichtleitern. Die Focussierung und Steuerung mittels Mikromanipulator eröffnet weitere Anwendungsgebiete. Klinischer Nutzen und gewebespezifische Reaktionen werden untersucht und mit anderen Wellenlängen gegenübergestellt.
Projektverantwortlicher: PD R. Heermann, Förderung: Fa. NWL-Wavelight

Einsatz der Femtosekunden-Technologie in der Ohrchirurgie (Forschungsbericht 2002)
Im Rahmen von Grundlagenuntersuchungen wird ein neuartiger, ultrakurz gepulster Laser bezüglich der Ablationsprozesse in Hartgewebe untersucht und auf mögliche Anwendungen im Mittelohr geprüft. Im Vergleich zu anderen Lasersystemen wird eine bisher nicht verfügbare Präzision bei erheblich verringerten Nebeneffekten in der Mikrobearbeitung erreicht. Projektverantwortlicher: PD R. Heermann, Förderung: BMBF FKZ 13N7787


„Musiker-Medizin“

Untersuchungen zur velopharyngealen Insuffizienz bei Holz- und Blechbläsern (Forschungsbericht 2002)
In der medizinischen Literatur scheint die velopharyngeale Insuffizienz (VPI) nur eine untergeordnete Rolle zu spielen. In dieser Studie wird untersucht, inwieweit die VPI ein Problem bei Musikern darstellt.
Projektverantwortliche: B. Schwab, A. Schultze-Florey (Niedersächsisches Staatsorchester Hannover)

Untersuchungen zur intraoralen Druckentwicklung bei Blasmusikern
(Forschungsbericht 2002)
In der Literatur existieren praktisch keine detaillierten Angaben zu den während der Musikausübung entstehenden Drücken im Oropharynx-Bereich. In der vorliegenden Studie wurde eine differenziert Bestimmung der Druckspitzen, des mittleren Druckes sowie der maximal erzielbaren Druckwerte durchgeführt.
Projektverantwortliche: B. Schwab, A. Schultze-Florey (Niedersächsisches Staatsorchester Hannover)


Navigation

Navigation in der Kopf-Hals-Chirurgie: Disziplinspezifische Integration und Optimierung von workflow-bestimmenden Parametern, Einbindung von Ultraschall.
(Forschungsbericht 2003)
Computer Assisted Surgery (CAS) hat eine Entwicklungsstufe erreicht, die eine sinnvolle klinische Nutzung ermöglicht. Das Potential der Navigationssysteme bezüglich Genauigkeit, Dokumentation, Qualitätssicherung und Ausbildung ist jedoch lange nicht erschöpft. Die fachspezifische Integration und Weiterentwicklung der Systeme für die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde ist Ziel der in diesem Projekt vereinten Ingenieure, Techniker und Mediziner.
Projektverantwortlicher: PD R. Heermann, Förderung: Fa. BrainLAB

Neugeborenen-Hörscreening

Modellprojekt zur Früherkennung von Hörstörungen bei Neugeborenen im Großraum Hannover, zusammen mit dem Institut für Epidemiologie gefördert vom BMG und den Spitzenverbänden der Krankenkassen (340 000 €)

Seit Juli 2000 wird in den Geburts- und Kinderkliniken des Großraums Hannover im Rahmen eines Modellversuchs ein systematisches Neugeborenen-Hörscreening durch Messen von otoakustischen Emissionen durchgeführt. Durch das Früherkennungsprogramm sollen unter Mithilfe von HNO-Ärzten, Pädaudiologen, Kinderärzten und Hebammen und flächendeckend alle Neugeborenen der Region auf Hörfähigkeit geprüft werden. In der Projektlaufzeit von 3 Jahren soll die Durchführbarkeit, Effektivität und die ökonomische Effizienz dieser Maßnahme getestet werden. Bei Verdacht auf Hörstörung soll weiterhin überprüft werden, in welchem Zeitraum eine Diagnose gesichert und therapeutische Maßnahmen geplant und durchgeführt werden kan.
Projektverantwortliche: Prof. Dr. Reuter, Dr. Buser, Dr. Altenhofen, Prof. Th. Lenarz


Schwindeldiagnostik
Dr. B. Schwab

Das Vestibularislabor (s. Abb. rechts) der HNO-Klinik ist mit
modernsten Geräten ausgestattet. Neben der thermischen Vestibularisprüfung, die mittels Videookulographie analysiert
werden kann, werden rotatorische Prüfungen mittels Drehstuhl sowie okulomotorische Tests durchgeführt. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit ein Craniocorpogramm nach CLAUSSEN aufzuzeichnen.

Eine Besonderheit stellt die sogenannte dynamische Posturographie
(s. Abb. Rechts) dar. Hierbei werden die Körperschwankungen des Patienten mittels einer Bodenplatte mit Kraftsensoren aufgezeichnet, darüber hinaus ist die Sensorplatte auch in der Lage, aktiv – also dynamisch - Bewegungen durchzuführen.

Forschungsschwerpunkte sind u.a.:
· Gleichgewichtsstörungen bei gutachterlichen Fragestellungen
· Entwicklung des Gleichgewichtsystems bei Kindern
· Vestibularissfunktion bei Cochlea-Implant Patienten
· Einfluss von Alkohol auf die gleichgewichtserhaltenden Systeme
· Gleichgewichtsfunktionen unter akustischer Stimulation

Leiter des Vestibularislabors:
OA Dr. med. Burkard Schwab

Untersuchung vestibulärer Reaktionen auf akustische Stimulation
mittels Cochlea-Implantat

Ungeklärt ist bislang die Frage nach einer Beeinflussung vestibulärer Reaktionen unter einer quasi akustischen oder besser gesagt elektrischen Stimulation der zentralen Hörbahn über ein Cochlea-Implantat. Mittels dynamischer Posturographie (EquitestÒ) soll unter verschiedenen Stimulationsmodi überprüft werden, inwieweit sich Gleichgewichtsreaktionen verändern lassen.
Projektverantwortlicher: B. Schwab

Entwicklung eines Schwindelfragebogens
Während für zahlreiche Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen entsprechende Tools entwickelt wurden um die Beeinträchtigung der Lebensqualität zu erfassen, existiert bislang kein deutschsprachiger Fragebogen zur Erfassung der Lebensqualität bei schwindelbezogener Störungen. Ein entsprechender Fragebogen wird entwickelt und im Test-Retest-Verfahren auf seine Reliabilität überprüft.
Projektverantwortlicher: B. Schwab

Untersuchung von Effekten einer lokalen Druckpulsbehandlung mittels Druckpulsgenerator (MeniettÒ) bei Patienten mit M. Menière
Patienten mit einem M. Menière leiden neben den Schallempfindungsstörungen insbesondere unter episodenartigen Schwindelattacken. Durch eine lokale Druckpulsapplikation via Mittelohr (nach Anlegen einer Paukendrainage) und über das runde Fenster auf das Innenohr soll eine Anpassung an anfallsartige Schwindelattacken möglich sein. Therapieeffekte des Druckpulsgenerators, der diese Konzept instrumentell umsetzt, werden einer kritischen Prüfung unterzogen.
Projektverantwortlicher: B. Schwab

Untersuchung von Effekten einer lokalen Gentamycinbehandlung mittels Minikatheter (RoundWindow µCathÒ) bei Patienten mit M. Menière
Bei erfolgloser konservativer Therapie des M. Menière bietet sich die chemische Zerstörung des peripheren Gleichgewichtsapparates mittels ototoxischer Antibiotika an. Der RoundWindow µCath verbindet das Konzept einer toxischen Therapieform mit einer sicheren und zuverlässigen Applikkation des Wirkstoffes an das Innenohr über die Rundfenstermembran.
Projektverantwortlicher: B. Schwab